

UNROCKABLE
“Die Wahrheit, die sich in Worten ausdrücken lässt, ist nie die endgültige Wahrheit.”
Archive for the 'Erinnerungen' Category
Dedicated to you. ♥
Author: Katha Klysm

09. November 2004
Mein 16. Geburtstag.
Lisa (galeya.org) und ich.
Hoffe, wir sehen uns bald wieder, “furZii”
read comments (4)Erinnerung für’s Leben.
Author: Katha Klysm
Endlich fertigrenoviert. Mein Schlafzimmer ist jetzt beige und ich zeig euch erst Bilder, wenn ich meine neuen Möbel bekommen hab.
Hab euch auch ganz vergessen mitzuteilen, dass ich eine neue Tätowierung hab. Es war mein Wunsch, hab mühsam das Geld zusammengespart.. und mir meinen Wunsch erfüllt, meinen verstorbenen Großvater damit zu ehren.. Zu meiner Geschichte lässt sich sagen, dass mein Großvater (väterlicherseits) einige Tage nach meiner Geburt einen Walnussbaum für mich gepflanzt hat.. “Für meine kleine Deutsche … meine Kirschblüte..” sagt er dazu.
Er war immer mit mir unterwegs, als meine Eltern und ich ihn in Serbien besuchten, musste mir immer alles zeigen und erklären und steckte mir immer ein bisschen Geld ein.. egal wie wenig er hatte. Ich freute mich jedesmal ihn wiederzusehen, zumal er der Einzige war, den ich von meinen Großeltern kennenlernen konnte. Sein letzter Wunsch war neben meinem Walnussbaum beerdigt werden und da liegt er jetzt.. und der Baum wächst Jahr für Jahr.. wie ich. ![]()
Drei Tage nach seinem 84. Geburtstag hab ich es stechen lassen.. Am 05. Mai.
Es hat wirklich eine große Bedeutung für mich und ich bereue es kein Stück. Ihr könnt oben auf die Tätowierung klicken, um euch die große Version anzugucken. Sein Name steht da in kyrillischer Schreibschrift.. in meiner Schrift.
Die Geschichte vom Schicksal.
Author: Katha Klysm
Ich konnte nicht früher schreiben. Wegen meinem Befinden - an erster Stelle. Wisst ihr, es ist ziemlich schlimm, was im Leben vorsich geht. Das Schicksal gibt uns heute einen guten Tag, jedoch wissen wir Menschen es nicht zu schätzen, sehen es als Selbstverständlichkeit an, wundern uns aber morgen, wenn der Kaffee überzuckert ist, und wir eine große Malesse darin sehen, das Beste drauß zu machen. Jedoch sieht man nicht den Unterschied der Wichtigkeit in den verschiedenen alltäglichen Kleinigkeiten, die uns das Leben erschweren. Es gibt Menschen, die nach einer Diskussion mit den eigenen Eltern, mit Suizid drohen, was meistens nur eine Mitleidstour verkörpern mag. Wenige können sich vorstellen, was es für ein Schmerz ist, etwas zu verlieren. Sei es ein Mensch, oder das Haustier, welches sowieso schon zur Familie gehört. Man stellt sich sicherlich mal die Frage, warum nur die guten Menschen gehen müssen. Ebenso gilt es, warum nur den guten Menschen schlechtes widerfährt. Okay, zugegebenermaßen passiert Schlechtes auch den schlechten Menschen. Jedoch ist es in unseren Köpfen so festgelegt, dass wir es ohne inneren Konflikt zu verstehen wissen. Meine Wenigkeit fragt sich im Moment nur, warum z.B. Menschen, die Kinder besitzen, diese nicht zu lieben wissen, sie tagelang in der Wohnung einsperren, ohne jegliche menschliche Bedürfnisse zu erfüllen, sie gar foltern. Und im Gegensatz dazu, diese Menschen, die sich Kinder vom Herzen wünschen, es wahrscheinlich mehr lieben würden, als das eigene Leben, es verlieren oder gar keine Kinder mehr bekommen können.
Allein, wenn man sich vorstellt, dass ein Mensch ein Kind im 5. Monat verliert. Es waren Komplikationen vorhanden, frühzeitige Wehen und das Schlimmste auch noch, die Vereinbarung mit dem eigenen Gewissen, dass es im 5. Monat keine ausgereifte Lunge besitzt. Man weiß, dass das Schlechte überwiegt, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Das Kind wird geboren. Der Vater steht daneben und ist nahezu am zusammenbrechen. Die Frau erleidet ein Gefühl, welches in ihren Augen vergleichbar mit dem Sterben ist - obwohl man das gar nicht so sagen kann, aber es ist halt ein “Standard-Satz”. Das Baby kommt zur Welt. Völlig stillschweigend. Todesstille. Im wahrsten Sinne. Der Vater bricht zusammen, als er erfährt, das Kind wäre ein Junge gewesen.. Die Hebamme wäscht es, wie ein Lebendiges. Sie wickelt es in ein weißes Tuch, die kleinen Händchen zusammengemacht, die Augen zu, als wenn es friedlich schlafen würde. Jedoch für immer.. Die frischgewordene Mutter erfüllt sich einen letzten Wunsch, das Kind nochmal zu sehen, sich zu verabschieden, ohne es jemals richtig begrüßt zu haben. “Mach’s gut, kleiner Mann.. Mama und Papa haben dich wirklich sehr lieb gewonnen in der Zeit. Es tut so weh..”
Der Gedanke, dass gestern noch etwas in einem gewachsen ist, heute aufgehört hat.. und schlimmer, noch im Krankenhaus liegt, damit die Ärzte einen noch mehr mit Schmerzmitteln zupumpen.. zudem noch in dem Krankenhaus, wo der kleine Mann im Untergeschoss in der Leichenkammer liegt und schläft. Einfach weiterschläft.
Wenn man sich überlegt, dass es nur noch verdammte 4 Wochen gebraucht hätte, um zu überleben.. dann fragt man sich, warum einen Menschen das Schicksal auf diese Weise treffen muss.
Ich muss sagen, ich bin zu einem Ergebnis gekommen.. Das Schicksal muss man nicht immer verstehen, aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als es so zu akzeptieren, wie es ist.
Es klingt hart, aber ich hab mich mittlerweile - zumindest äußerlich - damit abgefunden, was um meine Schwester und um meinen Schwager passiert ist. Heute wurde der Kleine anonym beerdigt. Die Teilnehmenden der Beerdigung - Mama und Papa.
Das musste ich nur loswerden, ich musste es aufschreiben, sonst hätte ich das Gefühl, dass die Wichtigkeit dieses schweren Ereignisses viel zu unterschätzt werden würde.
Obendrauf ist das Kind am Hochzeitstag verstorben. Ein Jahr nach der Eheschließung..
And it’s the stars.. they shine for you!
Author: Katha Klysm
Don’t know how much time has passed
Oh god it feels like forever
But no one ever tells you that forever feels like home,
sitting all alone inside your head..”
(Stone Sour - “Through Glass”)
Die Woche war eigentlich gelungen. Die Krönung kommt ja noch mit dem Wochenende. Aber erstmal zum Wochenende.. Sepp hatte eine Reise gewonnen. Nach Mallorca mit ‘ner PlanetRadio-Gruppe & somit konnten wir uns letztes Wochenende wieder nicht sehen. Freitag hatte ein langjähriger Freund von mir Geburtstag gefeiert. Seinen achtzehnten Geburtstag. Ich war mit ihm im Kindergarten.. Hatte ihm zu Freitag 2 Bilder aus der Kindergartenzeit ausgedruckt. Hoffe, er hat sich wirklich so gefreut, wie er es zeigte.
Schöne Erinnerungen kamen hoch, zum Beispiel, dass er meine Baby Born immer auszog, ich ihm seine Spielautos vor Wut gegen die Wand schmiss. Auf dem Bild hatten wir Dracula gespielt. Natürlich durfte meine Baby Born auch nicht fehlen, der haben wir nämlich Baby-Dracula-Zähne aufgeklebt. Jonas ist mir wirklich sehr wichtig. Ich weiß nicht. Wir sind nun nicht mehr in einer Stufe, aber wir haben trotzdem so viel Gemeinsames erlebt.. Vorallem respektiere ich seine menschliche Art. An dieser Stelle eine dicke Umarmung an ihn. Hab dich wirklich lieb, rosalilanes Kerlchen! *gg (Insider! Er trug im Kindergarten nämlich lilane Strumpfhosen, die ihm am Arsch runterhingen, rosane Shirts.. Voll süß! Hab ich noch auf Video..
)
Samstag hatte ich bei Jasmin übernachtet. Waren auf’m Kölscher Abend, haben uns über meinen Exfreund lustig gemacht, auch wenn er noch immer eigentlich ein ganz lieber ist & Mira gesehen. Und jaa, wir gehen bald alle 3 zusammen einen trinken! OK, MIRA?
Mit einwenig Intus legten wir uns schlafen, wachten um 12 Uhr mittags auf, ich fuhr nach Hause, kam Abend um 11 wieder zu ihr. Montag hatte sie Geburtstag & da haben wir ein bisschen reingefeiert. Schön angestoßen & so.. Japs. Und am nächsten Tag in den ersten beiden Stunden dann auch die Philosophie-Klausur mit dickem Kopf. Ging aber eigentlich.. *g Direkt nach der Schule fuhr ich mit Fabian in den Top Zoo nach Siegen, wo wir Jasmin Fische kaufen wollten. Wie wünschte sich weibliche Kampffische, kein Männchen, weil sie schon ein Männchen hat & die würden sich nicht vertragen. Fabian & ich guckten uns trotzdem die Männchen an, suchten uns einen aus, weil der wirklich die Schönheit aller Fische war. Okay. Fisch hatten wir ausgesucht. Blieb mir nichts anderes übrig als ihr noch ein kleines Aquarium zu kaufen. Fragt mich nicht, wie wir 3 Fische & ein Aquarium auf einem 50er-Roller deponiert bekommen hatten. Ich weiß nur, dass wir die Fische im Helmfach hatten, das Aquarium IRGENDWIE in seinen Rucksack gestopft hatten & ich bei jedem Hubbel, über den wir fuhren, aufschrie, vor lauter Angst den Fischen wäre was passiert. Jasmin freute sich sichtlich. Als ich ihr von dem Männchen erzählte, den wir übrigens später Santa Claus getauft hatten, war sie total erschrocken, wollte mir noch sagen, wie doof ich sei, dass einer der Männchen den Kampf gewinnen würde, würden sie kämpfen.. (sind ja Kampffische, ha!), aber bevor sie das überhaupt sagen wollte, fügte ich noch hinzu, dass ich ihr ein zweites Aquarium gekauft hatte. Sie sagte, ich würde spinnen. Die labert.
Die Tage vergingen, es passierte nichts besonderes. Am Mittwoch Abend waren wir alle bei Jasmin gewesen. Kleiner Weiberabend mit Brownies & Wein & Milch. Tjoa.. weil Jasmin gucken wollte, ob sich ihr ausgewachsenes Kampffischweibchen mit dem neuen Männchen paaren würde, kam es bisschen zum Krach unter den Fischen. Santa wurd zerfetzt, war sehr geschwächt. Also bekam er wie geplant sein eigenes Reich nur für sich alleine, damit er sich erholen konnte. Als ich gestern noch dort war, war er sehr geschwächt gewesen, konnte gerade noch so mit seinen Vorderflösschen vorwärts kommen.. Und heute starb er.
Das nahm mich eben schon bisschen sehr mit.. Jasmin ganz zu schweigen.
Es ist blöd in diesem Zusammenhang damit anzufangen, um mein Gefühl loszuwerden, dass ich das Leben liebe, so scheiße es manchmal ist. Ich bin froh beide Eltern lebend zu haben, denn ich kenne genug Leute, die einen Teil verloren haben. Ich bin froh Unterkunft zu haben, so klein sie auch ist - die Hauptsache ist doch, dass ich ein warmes Bett habe, mir Socken leisten kann. Das ist vielen nicht klar, was ich sehr schade finde. Es klingt wirklich komisch, zugegebenermaßen, doch man müsste sich mal drüber Gedanken machen.. Ab & zu. Nicht immer.
